Limbo Volume ONE (2005)
Dieses Aquarium steht nicht auf dem Boden.
Es hängt.
75 Millimeter über der Fläche.
Und genau dort beginnt die Idee.
Schweben
Das Volumen wird von zwei seitlichen Flächen getragen.
Sandgestrahlt.
Reduziert.
Sie tragen nicht nur das Gewicht,
sie verändern die Wahrnehmung.
Das Becken wirkt leichter,
als es ist.
Konstruktion
Die Form erinnert an ein „H“.
Nicht als Zitat,
sondern als Konsequenz:
Tragen.
Freistellen.
Ordnen.
Das Aquarium ist nicht mehr abgeschlossen,
sondern eingebunden in den Raum.
Raum
Der Abstand zum Boden ist klein.
Aber er reicht.
Schatten entsteht.
Luft wird sichtbar.
Das Objekt verliert seine Selbstverständlichkeit.
Es steht nicht mehr einfach da.
Technik

Licht und Filter sind integriert.
Nicht unsichtbar, aber zurückgenommen.
Sie folgen der Konstruktion,
nicht umgekehrt.
Die Entstehung
Die Idee kam nicht aus der Planung,
sondern aus Abweichung.
Nach Squaredance begann sich das Denken zu verschieben.
Ein Becken, das nicht steht,
sondern gehalten wird.
Es wurde verkauft,
bevor es gebaut war.
Nicht wegen Daten,
sondern wegen einer Vorstellung.
Fazit
Limbo ist kein Aquarium, das gestaltet wurde.
Es ist eines,
bei dem eine Annahme entfernt wurde:
Dass ein Becken stehen muss.
Technische Daten:
Beckengröße: Breite 30 x Tiefe 25 x Höhe 25 cm (7,5 cm über dem Boden hängend)
Beckengröße über alles: Breite 32 x Tiefe 40 x Höhe 40 cm
Inhalt: 14 Liter
Beleuchtung: 2 x 9 Watt Osram Kompakt-Leuchtstoffröhren
Filter: Konventioneller Innenfilter (Eheim)
